Darum ist dein Nachfolger im Familienbetrieb deine größte Chance

Darum ist dein Nachfolger deine größte Chance

Viele Handwerksunternehmer drücken sich vor dem Thema, wer sie im Familienunternehmen beerben soll – und ich weiß auch warum. Schließlich habe ich das selbst alles hinter mir. Mein Vater machte mich damals zu seinem Nachfolger, nur waren die Gespräche auf dem Weg alles andere als einfach. Aber das nahm ich in Kauf. Mein Vater und ich mussten uns nur in ein paar Dingen einig werden. Welche das waren, verrate ich dir in diesem Blog.

Nachfolge im Handwerksunternehmen ist eine Frage der Verantwortung

Die Familie will wissen, was Sache ist, wenn es um die Nachfolge im Familienunternehmen geht.

Auch wenn es immer heißt, das Geld würde hier im Vordergrund stehen, ist es nicht so. Das Geld spielt hier kaum eine Rolle. Es geht um Verantwortung abgeben und darum, wer bereit ist, diese zu übernehmen! Gerade wenn das Handwerksunternehmen so festgefahren in seiner Struktur ist. Das war bei meinem Vater der Fall.  Das hatte ich dabei immer im Hinterkopf, aber ich hatte auch den Drang, im Familienbetrieb als Nachfolger etwas ändern zu wollen. Ich musste es sogar.

Denn Struktur und Organisation im Malerbetrieb meines Vaters waren auf ihn angepasst. Er kam ja auch damit klar. Aber ich wollte damals einfach alles ein bisschen anders machen als mein Vater, weil ich die Übernahme das Familienunternehmens als Chance begriffen habe. Die alten Wege hatten meiner Meinung nach ausgedient.  Das musste ich ihm sagen, was es nicht gerade einfacher für ihn machte „los zu lassen“. Auch wenn er anfangs überhaupt nichts von dem „neuen Scheiß“ hören wollte. Und das war längst noch nicht „Novus“

Heute weiß ich, wie ich ihn überreden konnte…

 

  • Wir mussten uns gegenseitig klar machen, worauf jeder von uns besonderen Wert legt und was unsere Wünsche sind
  • Mein Vater musste mir sagen, wann es mit der Übergabe des Handwerksunternehmens soweit ist und daran musste er sich auch halten!
  • Es hätte gut sein können, dass mein Vater sich nicht auf meine Art der Unternehmensführung einlassen würde. Dann hätte er mich zumindest beraten können. Auch hier hätte ich ihm sagen müssen, ob mir das passte oder nicht.
  • Wir mussten uns gegenseitig ausreden lassen. Scheint selbstverständlich, ist es aber nicht.
  • Was besprochen wurde, sollte aufgeschrieben werden. Eine Art Protokoll, denn so wusste ich, was als Nächstes auf dem Plan steht.
  • Das Allerwichtigste war aber, mit meinem Vater nicht in Streit zu geraten.

Es war also die Art und Weise, wie mein Vater und ich an die Sache heran gingen. Die Nachfolge im Familienbetrieb hätte er sich nur dann schwer gemacht, wenn er zu sehr geklammert hätte. Oder einfach falsche Vorstellungen von meinen Glaubenssätzen gehabt hätte.

Der Malerbetrieb war sein Kind und jetzt kam ich, um eine Menge auf den Kopf zu stellen. Auch wenn für ihn immer alles funktioniert hatte. Auf Dinge wie Checklisten hätte er sich vielleicht nie eingelassen.

Es war meine Aufgabe, ihm zu zeigen, dass ich unseren Familienbetrieb nur durch Veränderungen effektiver machen kann…