Leader frisst Boss Handwerksunternehmer – Teil 2

Leader frisst Boss – Teil 2

 

Boss war gestern. Heute geht es um den Leader. Nach dem Lesen wirst du verstehen, warum ich mich vom Boss in einen Leader verwandeln musste.

Der Leader-Typ zeichnet sich durch gute Mitarbeiterführung im Handwerksunternehmen aus, denn:

  • Er gibt seinem Team den nötigen Anstoß, sich weiterentwickeln zu wollen. Er weiß die Stärken seiner Mitarbeiter zu würdigen und zeigt ihnen, wie sie an ihren Schwächen arbeiten können.
  • Der Leader ist ständig bemüht, seine Mitarbeiter besser zu machen. Er bringt Lob mit ein, wenn sich Erfolge einstellen, aber ist auch für sie da, wenn es nicht so gut läuft.
  • Er hört seinen Mitarbeitern zu, was auch einen großen Teil zu seinem Erfolg als Handwerksunternehmer beiträgt. Denn es ist sein Feedback, wovon jeder einzelne Mitarbeiter profitiert. Außerdem reagiert er auf die aktuellen Entwicklungen auf den Baustellen und setzt nicht nur auf eigene Ideen, sondern auch auf die seiner Mitarbeiter.
  • Ein Leader hakt nach, ob sein Team auch wirklich in der Lage ist, die Projekte rechtzeitig abzuschließen. Haben die Mitarbeiter diesbezüglich Probleme, hilft er, ohne ihnen gleich Vorwürfe zu machen.
  • Er sitzt seinen Mitarbeitern nicht ständig im Nacken, merkt aber, wann es Zeit ist einzugreifen. Sein Team scheut sich nicht davor, ihm von auftretenden Problemen zu erzählen, weil sie wissen, dass er dabei hilft, eine Lösung zu finden – Er macht vor, wie es gehen kann.
  • Der Leader weiß, was Work-Life-Balance bedeutet, also gibt er seinem Team auch die notwendigen Pausen. Er plant die Projekte so, dass seinen Mitarbeiter genug Zeit außerhalb der Arbeit bleibt, um sich erholen zu können.

  • Er sorgt dafür, dass alle an einem Strang ziehen, was gemeinsame Ziele angeht. Dabei ist es dem Leader wichtig, diese auch so zu vermitteln, dass seine Mitarbeiter sie selbstständig und motiviert angehen können.
  • Ein Leader gibt Wissen an seine Mitarbeiter weiter, ist aber auch bereit, sich neues Wissen anzueignen, das in Form von Feedback an ihn herangetragen wird. Denn es ist ihm wichtig, auch Teil des Teams und im ständigen Austausch mit seinen Mitarbeitern zu sein.

 

Schlechter Führungsstil im Handwerk – Was ich gelernt habe

Mir wurde also schnell klar, dass ich zum Leader reifen muss, denn Boss sein reichte nicht, um meine Mitarbeiter und somit auch mein Handwerksunternehmen führen zu können.

Der Weg dahin war auch nicht so schwer wie befürchtet, denn alles, was ich zu tun hatte, war meinen Mitarbeitern zuzuhören.

Es kostete mich eben nur Überwindung.  Denn ihre Probleme waren ja auch meine Probleme, nur habe ich mich vorher nie groß darum gekümmert. Aber meinen alten Führungsstil als Handwerksunternehmer komplett über den Haufen zu werfen hat sich gelohnt. Wir sind dadurch schnell zu einem Team geworden, das ich seitdem zum Erfolg führe.