Wie du in 3 Schritten die Konkurrenz endgültig abhängst

Wie du in 3 Schritten die Konkurrenz endgültig abhängst

Eigentlich war die Sache ganz simpel: Ich musste nur 3 Dinge in meinem Handwerksunternehmen ändern, durch die ich mich selbst ausgebremst hatte. Das Schwierige an der Sache war nur, dass ich auch bereit sein musste, etwas zu verändern. Aber ich dachte mir, lass doch die Konkurrenz weiter schlafen, denn ich wollte die Chance nutzen, effektiver als alle anderen zu sein.

 

Schritt 1 Kompetenz an Mitarbeiter abgeben

Der Chef weiß nicht, wo er anfangen soll, und der Mitarbeiter drückt sich vor der Verantwortung.  Und so fängt eigentlich das Übel an, das eine ganze Baustelle ins Minus führt. Alles verlässt sich nur auf den Chef. Dabei könnte sich der Mitarbeiter um 80% der Probleme selbst kümmern. Aber ihm sind die Hände gebunden, weil er die Kompetenz dafür nicht vom Chef übertragen bekommt.

Genau das änderte ich.  Weil ich eingesehen habe, dass sie von mir die Kompetenz bekommen müssen, um all diese Kleinigkeiten selbst in den Griff zu kriegen.

Wenn sie beispielsweise eine Wand gestrichen haben und mittendrin ist ihnen die Farbe ausgegangen, aber es war noch ein Raum zu streichen, haben sie mich sonst immer angerufen: „Du Christoph, der Farbeimer ist leer, jetzt brauchen wir einen neuen.“

Inzwischen kümmern sie sich selbst darum, einen neuen nachzubestellen. Das sind genau diese kleinen Dinge, die mir im Endeffekt aber eine Menge Zeit sparen

Das hat sich natürlich auf den Teamgeist ausgewirkt, selbst der Workflow in meinem Handwerksunternehmen war besser als sonst. Der Kunde hat das natürlich auch mitbekommen.

Denn dieser merkt ja auch schnell, ob die Handwerker überhaupt wissen, was sie da tun. Ich musste also auch die Kompetenz abgeben, damit meine Mitarbeiter dem Kunden selbst Auskunft geben können und mich nicht jedes Mal anrufen müssen.

Aber wie machen wir das eigentlich?

Schritt 2 Kommunikation mit dem Kunden vor Baustellenbeginn

Das ist ein Ablauf, den wir sozusagen instinktiv und bei jeder Baustelle gleich durchziehen.

Und zwar läuft es so: Mein Mitarbeiter ruft den Kunden zwei Tage, bevor die Baustelle losgeht, nochmal an, um sich vorzustellen. Das kann dann so ablaufen: „Ich bin der Patrick, ich bin für ihre Baustelle verantwortlich und habe mir schon ihre Baustellenmappe angesehen. Dazu habe ich 2 Fragen: Wo bekommen wir den Schlüssel? Sind sie da oder wer macht uns die Tür auf?“

Obwohl sie noch gar nicht da sind, kommunizieren sie schon mit dem Kunden. Das wirkt sich natürlich positiv auf das Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden und dem Mitarbeiter aus. Klar, dass davon auch die Motivation betroffen ist, die der wohl wichtigste Antrieb meiner Mitarbeiter ist.

 

Schritt 3 Motivation durch Verantwortung

Als nächstes habe ich meinen Mitarbeitern gesagt, dass sie ab sofort für die Abnahme der Baustelle verantwortlich sind. Das ist auch etwas, was sich viele Handwerksunternehmer gar nicht vorstellen können. Mir ging es ja lange Zeit genauso.  Aber es steckt ein wichtiger psychologischer Effekt dahinter. Wenn ich meinem Mitarbeiter die Verantwortung gebe, die Abnahme mit dem Kunden machen zu können, entwickelt er doch ein ganz anderes Verantwortungsbewusstsein für das Projekt. Das spürt auch der Kunde.

Der Mitarbeiter kann sich nicht mehr rausreden und sagen, es sei das Projekt des Unternehmens. Denn ab jetzt ist es sein eigenes. Er weiß, dass er mit seinem Arsch vor dem Kunden stehen muss. Und das ist ein psychologischer Aspekt, der den krassen Unterschied ausmacht und den persönlichen Ehrgeiz ankurbelt.

Das sind 3 enorm wichtige Dinge, die ich sofort ändern konnte. Dadurch habe ich ganz viel Zeit und Kosten gespart. Andere Baustellenmitarbeiter konnten gar nicht begreifen, warum meine Leute derart effektiv auf den Baustellen unterwegs waren. Sie haben meine Leute regelrecht ausgequetscht.

Sie wollten auch wissen, was das für Mappen waren, die meine Mitarbeiter mit sich trugen. Checklisten – Dazu kann ich dir im nächsten Blog eine Menge verraten.